

Dieser 1994 erschaffene Nationalpark umfaßt 6574
Hektar und besteht aus einem noch übriggebliebenen
ursprünglichen Wald Mauritius. Hier gibt es spektakuläre
Landschaften und einige einzigartige Pflanzen und Vogelwelten zu sehen.
Der Nationalpark kann problemlos über Curepipe,
Vacoas oder Chamarel erreicht werden.
Im Südwesten von Mauritius liegt der Chamarel Wasserfall, nach einem französischen Offizier benannt, der in diesem Teil der Insel lebte. Der Rivière de Cap stürzt hier über eine Felskante knapp 100 m in die Tiefe. Über einen schmalen Pfad kann man den Fuß des Wasserfalls erreichen.
Das Regierungsgebäude von Port Louis war Ort vieler Feste. Ein Ball ging jedoch in die Geschichte ein. Ihm wird die Entstehung der Blauen Mauritius (damals two Pence wert) und der Orangenen Mauritius (one Penny) nachgesagt. Im Jahr 1847 gab Lady Gomm, die Ehefrau des englischen Gouverneurs Sir William Gomm, einen Ball. Der Gouverneur beauftragte den Postminister, für die Einladungen eine Two-Pence- und eine One-Pence-Briefmarke herzustellen. Dem Graveur unterlief jedoch ein Fehler, denn er gravierte "Post Office" anstatt "Post Paid" (Gebühr bezahlt). Ehe der Fehler bemerkt wurde, waren die Einladungen verschickt. Es wurden jeweils 500 Briefmarken angefertigt. Heute gibt es nur noch 12 Exemplare der berühmten "Blauen Mauritius" und 13 der "Orangenen Mauritius". Sie gehören zu den wertvollsten Briefmarken.
Nicht weit vom Wasserfall entfernt findet man die "Farbige Erde von Chamarel" (Terres des
coleurs de chamarel). In dieser gewellten, unbepflanzten Erde sind vor
allem am Morgen oder im Abendlicht viele verschiedene Farbtöne von
schwarz über lila bis hin zu gelb zu erkennen. Für dieses Phänomen dieser facetten- und kontrastreichen Erdlagen gibt
es heute keine eindeutige Erklärung. Man vermutet, daß dies das
Ergebnis des dem Wetter ausgesetzten Vulkangesteins ist.
Nahe Port Louis, im Vorort Moka, liegt die Kolonialvilla "Eureka", eine der Schönsten von Mauritius. Sie wurde Anfang des
19. Jahrhunderts von einem Engländer erbaut, später restauriert und samt dem Mobiliar in ein Museum verwandelt. Die Villa umgibt ein tropischer Garten. Im ersten Stock findet man eine Galerie mit einer Wechselausstellung mauritischer Künstler.
Im Nordosten von Port Louis liegt der botanische Garten von Pampelmousses, welcher das Herzstück von Mauritius ist.
1767 wurde er von Pierre Poivre errichtet. Mit einer Fläche von 90 Hektar ist er ist einer der artenreichsten und schönsten botanischen Gärten der Welt. Es ist eine großzügige Auswahl an tropischer Flora vorzufinden, mit mehr als 500 Arten, einschließlich der wichtigsten Gewürzpflanzen, wie Pfeffer, Zimt, Muskat und Gewürznelken.
Alle existierenden Palmen und Zierpflanzen sind vorhanden.
Die Attraktion ist der Teich mit den wagenradgroßen Seerosen-
blättern (Victoria regia). Außerdem wurden Gehege mit Java-Hirschen und Riesenschildkröten angelegt. Im Norteil des Gartens befindet sich das Kolonialhaus "Chateau de Plaisir", welches Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde.
in der Nähe von Riviere des Anguilles liegt die Krokodilfarm mit aus Madagaskar importierten Krokodilen. Neben verschiedenen Wanderwegen durch einen grandiosen Wald mit Frischwasserquellen bietet der Park einen kleinen Zoo mit Tieren, die in der Wildnis von Mauritius gefunden wurden. Der Souvenier-Shop verkauft Lederwaren, historische Dokumentationen und Münzen über Mauritius. Das Restaurant Crocodile Affame bietet Mittagessen, Snacks, aber auch Spezialitäten wie Krokodilfleisch.
Port Louis, ehemaliges Kolonialstädtchen, ist die Hauptstadt von Mauritius. Sie wurde nach dem französischen König Louis XIV benannt.
In dem einzigen Hafen von Mauritius kann man alles
einkaufen, was das Herz begehrt. Er wurde vor einigen Jahren umgestaltet und bietet viele Boutiquen und Geschäfte,
die zum Shoppen verleiten. Es sind hier auch viele, recht gute Restaurants zu finden.
Guter Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die
Stadt bietet die sog. Waterfront, die direkt am Hafen
zu finden ist. Hier ist auch das Touristenbüro,
bei dem man Broschüren und Informationen über Mauritius
sowie über Port Louis bekommt. Sehenswürdigkeiten
in Port Louis sind der Place d'Armes mit
seiner Statue von Francois Mahé de Labourdonnais (Gründer der Stadt),
das Government House, das auch heute noch
offizieller Regierungssitz ist, die St. Louis
Kathedrale, die St. James Kathedrale,
das Chinesenviertel sowie die bekannte
Pferderennbahn Champ de Mars.
Ebenfalls sehenswert ist das Postmuseum, welches 1810 in der typischen mauritischen Kolonialarchtektur erbaut wurde. Neben der Nachbildung der Blauen Mauritius sind dort alle aktuellen Sondermarken erhältlich.
Das Naturhistorische Museum beherbergt eine informative Ausstellung zur Geologie sowie über die Pflanzen- und Tierwelt von Mauritius. Außerdem befindet sich in diesem Gebäude die Staatsbibliothek.
Die Nachbarinsel von Mauritius ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs. Sie wurde 1528 von dem portugiesischen Seefahrer D. Rodrigues entdeckt. Mit einer Länge von 18 km und einer Breite von 8 km zählt sie zu den kleinsten Inseln der Maskarenen. Die etwa 40.000 Einwohner leben überwiegend vom Gemüseanbau, Fischfang, Schweine- und Rinderzucht. Bisher gibt es hier kaum Tourismus. Wer Ruhe zum Schnorcheln, Fischen, Wandern und Sonnebaden sucht, sollte den Urlaub auf Rodrigues verbringen.
Weit über 60% der Bevölkerung Mauritius sind indischer
Her-
kunft, deshalb findet man überall im Land verteilt
Tempel-
anlagen, die den unterschiedlichsten Göttern
gewidmet sind. Dies wohl größte Tempelanlage,
der Shivala-Tempel, liegt im Ort Triolet. Er wurde im Jahre 1891 erbaut
und im Laufe der Jahre wurden weitere kleinere Tempel zu seiner Seite erbaut. Sehr sehenswert sind
die für die indische Kultur typischen und besonders
farbenprächtigen Abbilder von Shiva, Brahma, Vishnu
oder anderen Göttern.
Obwohl etwas umständlich zu finden,
lohnen diese Wasserfälle in jedem Fall einen Besuch
um ein schönes und kühlendes Bad zu nehmen
und den herrlichen Blick zu genießen. Man kann
die Wasserfälle von Vacoas aus sehen, wenn man der
Beschilde-
rung von Henrietta folgt.
Hier lässt man nun sein Auto am besten stehen und nimmt
sich dann am besten mit einem einheimischen Führer (für
ca. 100 Rupien
pro Person). Anschließend klettert man zu Fuß
am Fluss entlang bis zu den Wasserfällen. Der Pfad
ist stark überwachsen und man sollte sportlich schon
etwas versiert sein um problemlos diese Anstrengung zu meistern. Die Belohnung dafür fällt anschließend
unbestritten reichlich aus. Ein ganz besonderes Erlebnis!
In der Nähe von Curepipe findent man den 30 m breiten Vulkankrater "Trou aux Cerfs". Neben
den guten Einkaufs-
bedingungen in Curepipe, ist dieser Krater vermutlich die größte Attraktion
dieser Gegend. Er ist bereits seit langem erloschen und
der Kraterboden ist heute mit Sand, Wasser und dichter Vegetation gefüllt. Vom Krater aus
hat man einen traumhaften Blick über die Insel. Eine geteerte Straße führt um den Rand des ganzen Kraters. Dort Banken zum Rasten und Genießen des Ausblicks
sowie eine Radarstation für Zyklon-Beobachtung.
Eingebettet in die wunderschöne Gegend zwischen Bambous und Tamarin im Riviere-Noire-Distrikt, entdeckt man im Casela Bird Park etwa 140 verschiedene Vogelarten aus der ganzen Welt. Die größte Attraktion ist die mauritianische Rosa Taube (Mauritian Pink Pigeon), eine der seltensten Vogelarten der Welt. Andere Sehenswürdigkeiten sind Tiger, Fische, Affen und eine Riesenschildkröte, die bereits über 150 Jahre alt ist.
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